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Wenn die Rinde platzt

Hier ein Beispiel von der Platane

Hallo Gartenfreunde !

Es ist vollkommen normal das ältere Bäume ihre Rinde abwerfen.
Ältere Quittenbäume, und Platanen z.B. stoßen ihre Borke fetzenweise ab. Kirschen in Querstreifen.

Wenn der Stamm während des Sommers wächst und an Umfang zunimmt, platzt diese starre Außenhaut auf und löst sich nach und nach in mehr oder weniger großen Stücken ab.
Der Baum putzt sich auf diese Weise und macht Platz für weiteres Wachstum.

An welchen Stellen die Rinde aufplatzt, ist von Baumart zu Baumart unterschiedlich und hängt davon ab, wo sich die Wachstumsschicht darunter befindet.

Die losen Borkenteile, die meist noch mit der Rinde verwachsen sind, dienen Insekten, Nützlingen wie Schädlingen, als Unterschlupf.

Mit der Zeit fallen diese Schuppen von alleine ab.
Wer versucht sie abzureißen, riskiert Wunden, die von holzzersetzende Pilze genutzt werden könnten.

Der Sommerschnitt

Liebe Gartenfreunde!

Die Kombination aus Sommerschnitt und Reißen läßt sich beinahezu jeder Obstart anwenden.

Vorteile des Sommerschnitts und Reißens:
– Das vegetative Wachstum wird reduziert
– Es entsteht mehr Fruchtholz
– Die Wundheilung verläuft schneller
– Die Früchte werden besser belichtet
– Wasserschosser lassen sich wirkungsvoller reduzieren
– Die Früchte neigen weniger zu Stippigkeit und Fleischbräune

Der Sommerschnitt erfolgt meistens direkt nach der Ernte. Dabei werden entfernt:
– alle überzähligen Triebe, die man nicht für den Kronenaufbau oder als Ertragsbasis
für das nächste Jahr braucht
– Triebe die in das Kroneninnere ragen
– Wasserschosser und alle Konkurrenztriebe für Leitäste und Mitteltrieb

Das Reißen sollte den Sommerschnitt ergänzen. Ist aber nur möglich solange die Triebe nicht verholzt sind.
Beim Reißen wird der Astring mit dem Trieb ausgerissen. Ein Austrieb der schlafenden Knospen wird dadurch verhindert. Die Wundheilung verläuft trotz größerer Wunde viel schneller als im Winter (nur ca. 1-2 Wochen).

ObstsorteReißenSommerschnitt
Apfel/BirneJuni/JuliAugust, ca. 4-6-Wochen vor der Ernte
Kirsche/PflaumeJuni/Julinach der Ernte
PfirsichJuni/Julinach der Ernte
Beerenobstnach der Ernte

Bittere Früchtchen

Liebe Gartenfreunde!

Wenn Zucchini bitter schmecken, liegt das meist daran, daß Bienen die Zucchiniblüte mit dem Pollen eines Zierkürbis bestäubt haben.
Die Frucht die daraus entsteht, ist ungenießbar. Nur die Nachkommen aus dieser Liasion werden bitter, denn die Vaterseite (der Zierkürbis) setzt sich in diesem Fall durch.Deshalb sollte man Saatgut von Zucchini im Garten nur gewinnen, wenn weit und breit keine Zierkürbisse wachsen; auch nicht bei den Nachbarn.

Bei Gurken gibt es Sorten die bitterfrei sind und solche, die hin und wieder einen Rückfall (Rückmutation) erleiden.
Gewächshaus-Sorten gehören zu den bedenkenlos genießbaren.Freiland-Sorten schützen ihre Früchte mit dem Bitterstoff wenn sie unter Stress stehen, wie bei:

  • Hitze
  • große Temperaturschwankungen
  • Wassermangel
  • Wechselbäder nass / trocken
  • saurer oder nährstoffarmer Boden

Auslöser kann auch eine zu großzügige Stickstoff-Düngung sein. Überreife Früchte können ebenfalls bitter schmecken.