Archiv der Kategorie: Fachberatung

Gründüngung

Hallo Gartenfreunde !

Was passiert jetzt mit der Gründüngung?

Nachdem die ersten stärkeren Fröste sich über die Gründüngebeete gelegt haben, lassen Tagetes, Gelbsenf, Phazelia und co. ziemlich schnell die Köpfe hängen. Die Pflanzen haben jetzt ihr Werk getan, d.h. den Boden mit Nährstoffen gebunden und kräftig durchwurzelt.
Das abgefrorene Grün sollte nicht in den nächsten Wochen eingeharkt werden, denn dann würden die Nährstoffe über den Winter freigesetzt und ins Grundwasser ausgewaschen werden.
Besser ist es erst im zeitigen Frühjahr die Pflanzenreste mit einer Grabgabel in den Boden einzuarbeiten.
So bekommt das Gemüse einen guten Start in lockeren und Nährstoffreichen Boden.

Hochbeet anlegen

Hallo Gartenfreunde !

Ein Hochbeet wird aus verschiedenen Schichten verrottbaren Materials aufgebaut. Dadurch wird Wärme freigesetzt und die Bodentemperatur erhöht sich im Vergleich zum Flachbeet um bis zu 5°C.
Das Wachstum wird gefördert und man kann früher ernten.
Das Hochbeet muss jedes Jahr mit Kompost neu aufgefüllt werden.

Wenn das Hochbeet nach ca. 6 Jahren durch die Verrottung zusammengesackt ist, kann man es weiterhin als Beet benutzen oder wieder neu aufbauen.

So wird`s gemacht:

  • Hochbeet in Nord-Süd-Richtung auslegen.
  • 20 bis 30cm tiefe und nicht mehr als 150cm breite Grube ausheben.
  • Holzrahmen hineinbauen. Zur besseren Haltbarkeit die Holz Innenwände mit
      Plastikfolie auskleiden.
  • Um Wühlmäuse fernzuhalten, den Boden mit engmaschigem Drahtgitter auslegen.
  • Jetzt eine dicke Schicht aus zerkleinerten Ästen und Zweigen (zur besseren
      Belüftung und Verrottung) einlegen.
  • Nun Grassoden vom Aushub mit der grünen Seite nach unten auflegen. Grasschnitt
      oder Stroh geht auch.
  • Jetzt folgt eine dicke Laubschicht die feucht sein sollte. (Keine Eichen- oder
      Walnussblätter).
  • Grobkompost ca. 15cm dick aufschichten.
  • Zum Schluss eine 25cm dicke Schicht aus Feinkompost oder die vorher ausgegrabene
      Gartenerde aufbringen.

Wichtig:
In den ersten beiden Jahren enthält das frische Hochbeet die meisten Nährstoffe. Um Nitratanreicherungen zu vermeiden sollten nur Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini angebaut werden.

Pfirsichkräuselkrankheit

Hallo Gartenfreunde !

Die Krankheit kann nur vorbeugend bekämpft werden, und zwar nur in dem kurzen Zeitraum beim Schwellen der noch geschwollenen Knospen!
Dies kann in manchen Jahren auch schon im Januar sein.
Die Bäume sollten in dieser Zeit 2-3 x, im Abstand von ca. 10 Tagen, mit einem Fungizid, z.B. Compo Duaxo Universal Pilz-frei behandelt werden.
Leider ist meines Wissens kein biologisches Mittel auf dem Markt.

Diese Maßnahmen gelten auch für Aprikosen, Nektarinen und Mandelbäume.

Der Sommerschnitt

Hallo Gartenfreunde !

Die Kombination aus Sommerschnitt und Reißen lässt sich bei nahezu jeder Obstart anwenden.

Vorteile des Sommerschnitts und Reißens:

  • Das vegetative Wachstum wird reduziert
  • Es entsteht mehr Fruchtholz
  • Die Wundheilung verläuft schneller
  • Wasserschosser lassen sich wirkungsvoller reduzieren
  • Die Früchte neigen weniger zu Stippigkeit und Fleischbräune

Der Sommerschnitt erfolgt meistens direkt nach der Ernte.
Dabei wird entfernt:

  • Alle überzähligen Triebe, die man nicht für den Kronenaufbau oder als Ertragsbasis  für das nächste Jahr braucht
  • Triebe die in das Kroneninnere ragen
  • Wasserschosser und alle Konkurrenztriebe für Leitäste und Mitteltrieb

Das Reißen sollte den Sommerschnitt ergänzen, ist aber nur möglich so lang die Triebe nicht verholzt sind.

  • Beim Reißen wird der Astring mit dem Trieb abgerissen. Ein Austrieb der schlafenden
      Knospen wird damit verhindert
  • Die Wundheilung verläuft trotz größerer Wunde viel schneller als im Winter (nur ca. 1-
      2 Wochen).

    Obstsorte

    Reißen

    Sommerschnitt

    Apfel/Birne Juni/Juli August, ca. 4-6 Wochen vor der Ernte
    Kirsche/Pflaume Juni/Juli nach der Ernte
    Pfirsich Juni/Juli nach der Ernte
    Beerenobst nach der Ernte

Herzloser Kohl

Hallo Gartenfreunde!

Für die herzlosen Pflanzen ist die Kohldrehermücke verantwortlich.
Sie mag feuchtwarmes Klima, wie es zwischen zu dichtstehenden Pflanzen auftritt.
Die Gallmücke ist nur 1,5-2,0 mm lang, kaum sichtbar, wird nur wenige Tage alt und nimmt keine Nahrung zu sich.
Flugzeit: Mai-August.
Befällt alle Kohlgewächse und andere Kreuzblütler und Wildkräuter.
Legt ihre Eier ab Temperaturen von 16°-20° ins Herz der Pflanze, an die Blattstiele oder auf die Blätter.
Nach 5-10 Tagen schlüpfen die Larven ( ca. 2 mm).
Alle Larven kriechen beim Fressen und Saugen Richtung Herz der Pflanze und geben dabei Zersetzungsgifte ab, die das Pflanzengewebe auflösen.
Nach 10-12 Tagen verpuppen sich die Larven ca. 5 cm tief im Wurzelbereich.
14 Tage später schlüpft die nächste Generation.
Schadbild:
Leicht geschädigtes Gewebe verkorkt oder stirbt ab. Da die unbeschädigten Stellen weiter wachsen, verdrehen sich die Pflanzen.
Gegenmaßnahmen:
Da die Gallmücke ortstreu ist, hilft es alle zwei Jahre lang keinen Kohl an der gleichen Stelle anzubauen.
Sie meidet windoffene Stellen.
Mulchen verhindert das Verpuppen im Boden
Regelmäßiges Hacken zerstört Maden und Puppen.

Aprikosen ausdünnen

Hallo Gartenfreunde !

Aprikosen blühen noch vor Äpfel und Kirschen.

Wenn die Wetterlage günstig ist, setzen die Bäume oft zu viele Früchte an.
Gerade bei Jungbäumen ist es dann wichtig, die Früchte von Hand auszudünnen.
Zu viele Früchte nehmen der Jungpflanze die Kraft zu wachsen. Aber auch ältere Bäume profitieren davon, durch Bildung größerer Früchte.

Zu Beginn der natürlichen Fruchtfallperiode, ca. 25-30 Tage nach der Blüte, ist der beste Zeitpunkt dafür !
– Früchte an einjährigen Langtrieben komplett entfernen.
– An den kurzen Fruchttrieben (Fruchtspieße) auf 1-2 Früchte ausdünnen.

Bio Dünger aus der Küche

Hallo Gartenfreunde !

Kaffeesatz, Eierschalen, Tee, Hefe oder Kartoffelwasser. Pflanzen verwerten vieles was die Küche und Haushalt zu bieten haben. Die sanften Dünger sind nicht nur preiswert, sondern auch umweltfreundlich und eine Überdüngung ist ausgeschlossen.

-Kaffeesatz: Viele Pflanzen wie Kräuter, Gemüse Kamelien Hortensien, Azaleen, Heidelbeeren und Preiselbeeren mögen Kaffee ebenso wie Regenwürmer.
Er enthält Gerbsäuren, Kalium, Phosphor, Stickstoff und Mikro-Nährstoffe.
-Tee: Ob schwarzer-, Grüner- oder Kräutertee, gebrüht oder frisch, sie eignen sich alle zum Düngen. Man gibt sie ins Gießwasser oder harkt die Blättchen in die Erde ein.
– Getrocknete Kräuter: Selbst geerntete, getrocknete Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Thymian, Minze, Zitronenmelisse etc. aus Altbeständen, eignen sich hervorragend als Mulch im Gemüsebeet. Sie geben beim Zersetzen ihre Nährstoffe frei.
Die duftende Barriere schreckt auch so manche Schädlinge ab.
– Kartoffelwasser: Abgekochtes-, aber auch frisches Spülwasser von zerkleinerten Kartoffeln oder Gemüsen ist sehr mineralstoffreich und gut für Topf- und Beetpflanzen.
-Hefe: Von Magnesium, Bor, Zink, Selen bis Eisen bietet Hefe alle Spurenelemente die Pflanzenwurzeln mögen.
Als Faustregel gilt: 1/2 Würfel Hefe in 10 L Gießwasser auflösen.
-Rohe Eierschalen: Bodendeckend in die Gießkanne gegeben und mit Regenwasser aufgefüllt, erhält man einen super Calciumdünger für Tomaten.
Haare aller Art: Ob menschlich oder Tierisch. Sie enthalten reichlich Pflanzennährstoffe, unter anderem viel Stickstoff.
Auf dem Kompost beschleunigen die Haare den Rotteprozess.

Auf die Pflanzentiefe achten

Hallo Gartenfreunde !

Unterschiedliche Pflanzentiefen sind bei bestimmten Pflanzen zu beachten.

  • Knollensellerie und Kohlrabi nicht zu tief setzen, sonst bilden sich Knollen.
  • Bei Salat den hellen Wurzelhals nicht mit einbuddeln. Steckt er zu tief im Boden faulen die Pflanzen schneller und es bilden sich keine schönen Käpfe.
  • Lauch und Kohl sollte man bis zum ersten Blattansatz einpflanzen. Dadurch verbessert sich ihre Standfähigkeit.

Wurzelballen

Hallo Gartenfreunde !

 Pflanzen die in Töpfen wachsen, stauen und ringeln sich oft an der „Grundstücksgrenze“. Davon lassen sie auch dann nicht ab, wenn sie im Garten in die Freiheit entlassen werden.
Je länger die Pflanze im selben Topf steht, desto dichter ist ihr Wurzelfilz, desto schlechter wächst sie am neuen Standort an. Oft kann man sie noch nach einigen Jahren ohne große Mühe mit der Hand aus dem Boden ziehen.

Wurzelballen lockern
Wenn der Ballen außen dicht von Wurzeln durchzogen ist, lockert man ihn vor dem Auspflanzen mit den Fingern etwas auf.
Bei starker Verfilzung kann man ein Messer zu Hilfe nehmen und den Boden abschneiden sowie rundherum senkrechte Schlitze einschneiden.
Anschließend den Ballen mit der Hand leicht kneten, um die äußeren Wurzeln zu lockern.
Die Wurzeln im Inneren des Ballens bleiben immer unangetastet !
Die gekappten oder aus der Umklammerung gelösten Wurzeln treiben neu aus, sobald sie wieder Bodenkontakt bekommen. 

Auberginen

Hallo Gartenfreunde !

Auberginen anzubauen ist gar nicht so schwer. Damit es klappt, gibt es 5 Punkte, die man beachten sollte.

  1. Je wärmer desto besser.
    Am wohlsten fühlen sich Auberginen bei 25-30°C. Das heißt, Samen Anfang März immer auf der warmen, hellen Fensterbank, unter einer durchsichtigen Haube bei 20-25°C, aussäen. Keimung dauert ca. 2-3 Wochen. Jungpflanzen nicht vor Mitte Mai ins Gewächshaus, oder in Töpfen auf Südbalkon oder -terrasse setzen.
  2. Auberginen sind Starkzehrer.
    Sie brauchen nach dem Jungpflanzenstadium nahrhafte, humose Erde, die im Sommer noch 2x mit Kompost und alle 14 Tage mit Brennnesseljauche gedüngt werden sollte.
  3. Auberginen sind sehr durstig.
    Sie brauchen während des Wachstums viel Wasser, 3-5 Liter täglich.
    Um Pilzerkrankungen zu vermeiden, nur von unten gießen.
  4. Auberginen brauchen viel Platz.
    Der ideale Abstand zum Nachbarn im Beet oder Gewächshaus wäre 60cm.
    Zöpfe und Kübel sollten mindestens 20 Liter fassen.
  5. Wenn jede Pflanze nur aus 3-4 Haupttrieben mit 2-3 Früchte besteht, reifen die Früchte früher und werden auch größer.
    Alle anderen Triebe und Blüten sollte man regelmäßig entfernen.