Archiv der Kategorie: Fachberatung

Gallen an Forsythien

Hallo Gartenfreunde !

Diese seltsamen Gebilde treten meist an zu dicht oder zu schattig stehenden Sträuchern auf.
Es handelt sich hier um eine durch Bakterien verursachte Wucherung.
Die Sträucher bilden bei stärkerem Befall weniger Blüten und Blätter aus.
Oft sterben auch die Zweige oberhalb der Gallen ab.

Befallene Zweige sollten abgeschnitten werden und in der Biotonne entsorgt werden.
Auf dem Kompost können die Bakterien überleben.

Regelmäßiges Auslichten des Strauches, damit die Zweige nicht so dicht wachsen, ist der beste Schutz.

Flechten

Hallo Gartenfreunde !

Viele Gärtner haben Angst, daß diese komischen Gebilde ihre Pflanzen schädigen.
Das stimmt nicht!

Flechten dringen nicht in das Gehölz ein, sondern nutzen ihn nur als Lebensraum.
Sie entziehen der Pflanze weder Nährstoffe oder Mineralien und haben auch keine negativen Auswirkungen auf Wachstum und Rindenbildung.

Da Flechten ihre Nährstoffe aus der Luft aufnehmen müssen, kann man davon ausgehen, dass an diesen Orten, wo Flechten sich wohl fühlen, die Luftqualität gut ist!

Wenn man das Herz stehen lässt, treibt der Grünkohl bei milder Witterung wieder mit frischem Grün aus.

Pfirsichkräuselkrankheit

Hallo Gartenfreunde !

Die Krankheit kann nur vorbeugend bekämpft werden, und zwar nur in dem kurzen Zeitraum beim Schwellen der noch geschwollenen Knospen!
Dies kann in manchen Jahren auch schon im Januar sein.
Die Bäume sollten in dieser Zeit 2-3 x, im Abstand von ca. 10 Tagen, mit einem Fungizid, z.B. Compo Duaxo Universal Pilz-frei behandelt werden.
Leider ist meines Wissens kein biologisches Mittel auf dem Markt.

Diese Maßnahmen gelten auch für Aprikosen, Nektarinen und Mandelbäume.

Förderung des Bodenlebens

Hallo Gartenfreunde !

Der Boden ist einer der Organismen reichsten Lebensräume der gesamten Biosphäre. Eine ungefähre Vorstellung über die Anzahl der Bodenlebewesen zeigt die kleine Aufzählung:  1 Liter Ackerboden enthält durchschnittlich ca.:
50.000   Fadenwürmer
200   Springschwänzchen
150   Milben
14   Insekten/Insektenlarven
7   Tausendfüßler/Hundertfüßer
2   Regenwürmer
1 Fingerhut voll Boden enthält durchschnittlich ca.:
600.000  Bakterien
400.000  Pilze
100.000  Algen
1.000  Einzeller
Deshalb sollte der Boden sorgsam und schonend behandelt werden.
– Feuchten Boden möglichst nicht betreten oder sonst belasten.
– Zur Lockerung des Bodens sollte man eine Grabgabel, Sauzahn oder ähnliches
benutzen.

– Um die natürlichen Bodenschichten zu erhalten, sollte nach Möglichkeit auf das Umgraben verzichtet werden.
– Bodenorganismen haben ganz unterschiedliche Ansprüche an Luft, Licht und Wärme
– und besiedeln daher unterschiedliche Bodenschichten. Diese durch Umgraben
durcheinander zu wirbeln, ist nicht wirklich sinnvoll.

P.S.: Schnecken legen am liebsten ihre Eier in den Bodenritzen die beim Umgraben
entstehen!

Grünkohl

Hallo Gartenfreunde !

Wir alle wissen, dass Grünkohl ziemlich viel Kälte ertragen kann, aber Dauerfröste sollte man ihm nicht über längere Zeit zumuten. Erst recht nicht wenn kein Schnee liegt. Wer nicht komplett ernten will, sollte ihn mit Vlies oder Fichtenreisig abdecken.

Grünkohl kann Man entweder komplett oder blätterweise nach Bedarf ernten.

Wenn man das Herz stehen lässt, treibt der Grünkohl bei milder Witterung wieder mit frischem Grün aus.

Stauden schneiden

Hallo Gartenfreunde !

In Schneearmen Gebieten schneidet man Stauden im Herbst nicht zurück, sondern putzt erst im Frühjahr die Beete aus.
Man sollte vor allem Ziergräser, die ihr Laub als Wintermantel behalten, und Herbstblüher wie Fettehenne, Sonnenhut, oder Astern stehen lassen.
Dieser“ Wintermantel“ dient auch als Frostschutz. Sollte es doch mal schneien ergeben die schneebedeckten Staudenreste eine wunderschöne bizarre Schneelandschaft.
Viele dieser Pflanzen dienen Insekten, Spinnen und andere nützlichen Tieren im Winter als Unterschlupf; Ihre Samen holen sich Stieglitze, Meisen und andere Vögel gerne.

Dahlien

Hallo Gartenfreunde !

Wer noch keine Dahlien hat, sollte es sich mal überlegen, sie als wunderschöne spätsommerlich blühende Beetpflanze zu setzen. Sie blühen in verschiedenen Formen und Farben bis zum ersten Frost. Und sind auch noch dankbare Schnittblumen.

Für die die Dahlien bereits haben ein paar Tipps:
–  Sobald der erste Frost im Herbst kommt, hängen die Blätter der Dahlien und welken. Jetzt ist es Zeit die Stängel abzuschneiden und Blütenform und -farbe zu markieren, da die Knollen alle gleich aussehen.
–  Die Knollen kann man jetzt noch 1 bis 2 Wochen in der Erde lassen. Dann ausgraben und die Erde an den Knollen austrocknen lassen.
-Vor dem Einwintern müssen die Knollen nach Faulstellen und Wunden kontrolliert werden.
–  Wunden mit Holzkohle betupfen, Faulstellen wegschneiden.
– Dann in feuchter Holzwolle oder Zeitungspapier hüllen und frostfrei und dunkel lagern. Zwischendurch immer wieder kontrollieren.
–  Treiben sie hellgrün aus, ist es zu warm. Sind sie stark schrumpelig, ist es zu trocken. Die Knollen dann locker mit Plastikfolie abdecken.
–  Zu den Eisheiligen (Mitte bis Ende Mai) endet die Ruhepause, danach können die Knollen wieder eingepflanzt werden.

Johannisbeeren richtig Pflanzen

Hallo Gartenfreunde !

Die Pflanzung für wurzelnackt oder mit Ballen gelieferte Pflanzen beginnt im September und endet im Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Containerware kann rund um das Jahr gepflanzt werden.
Wichtig: Bei warmem und trockenem Wetter bis zum Einwachsen (ca. 3-4 Wochen lang), regelmäßig und gründlich wässern!
Beim Pflanzen alle Triebe um ein Drittel zurückschneiden; bei den wurzelnackten Sträuchern auch die Wurzeln.

Johannisbeeren

Um die Bildung von Neutrieben aus dem Wurzelstock zu fördern, pflanzt man die Sträucher etwa 10 cm tiefer ein als sie in der Baumschule gestanden haben.

 

Jostabeeren

Die Kreuzung aus Stachelbeere und Johannisbeere wächst sehr stark. Damit die Sträucher nicht zu viele Bodentriebe bilden, pflanzt man den Wurzelballen ebenerdig ein.

Vogelnistkästen

Denkt bitte daran Eure Vogelnistkästen jetzt im Herbst zu säubern!

Es ist wichtig, damit sich kein Ungeziefer wie Milben etc. sich einnisten und den brütenden Vögeln im nächsten  Jahr das Leben schwer machen.
Teilweise kann die ganze Brut so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sie nicht lebensfähig ist.

Obstbaumpflanzung

Hallo Gartenfreunde !

Der Herbst ist die beste Zeit um Obstbäume zu pflanzen. Wer dies vor hat, sollte einiges beim Kauf beachten.

Als Beispiel gehe ich hier vom Apfel aus.

Die Veredlung:
Das ist die verdickte Stelle im unteren Stammbereich. Dort sind Unterlage und Stamm zusammengewachsen. Sie sollte gut verwachsen und unverletzt sein.
Wenn man weiß welche Sorte Apfel man haben möchte, ist es sehr wichtig zu wissen, auf welcher Unterlage sie veredelt wurde.
Im Kleingarten kommen nur kleinwüchsige Sorten auf schwachwüchsigen Unterlagen in Frage (M27, M26 und M9). Sie werden nur ca. 3m hoch und tragen schon nach 2 Jahren Früchte.

Die Triebe:
Die Bäumchen sollten möglichst 3-5 waagerecht abzweigende, nicht zu dicke Triebe haben. Die Spitze bildet bei kleinen Bäumen der Mitteltrieb, das ist die Stammverlängerung. Sie sollte grade wachsen und die Seitentriebe deutlich überragen.

Die Wurzeln:
Bäume die gut anwachsen, haben kräftige, helle, gut verzweigte und unverletzte Wurzeln. Während der Pflanzzeit im Herbat, gibt es auch wurzelnackte Pflanzen zu  kaufen. Geknickte und beschädigte Teile schneidet man ab. Alle Hauptwurzeln kürzt man vor der Pflanzung ein. Bäumchen im Topf sind das ganze Jahr über erhältlich. Wenn sich allerdings viele braune Wurzeln um den Ballen ringen (Drehwuchs), sollte man die Finger davon lassen. Diese Bäumchen werden nie richtig einwurzeln.