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Förderung des Bodenlebens

Hallo Gartenfreunde !

Der Boden ist einer der Organismen reichsten Lebensräume der gesamten Biosphäre. Eine ungefähre Vorstellung über die Anzahl der Bodenlebewesen zeigt die kleine Aufzählung:  1 Liter Ackerboden enthält durchschnittlich ca.:
50.000   Fadenwürmer
200   Springschwänzchen
150   Milben
14   Insekten/Insektenlarven
7   Tausendfüßler/Hundertfüßer
2   Regenwürmer
1 Fingerhut voll Boden enthält durchschnittlich ca.:
600.000  Bakterien
400.000  Pilze
100.000  Algen
1.000  Einzeller
Deshalb sollte der Boden sorgsam und schonend behandelt werden.
– Feuchten Boden möglichst nicht betreten oder sonst belasten.
– Zur Lockerung des Bodens sollte man eine Grabgabel, Sauzahn oder ähnliches
benutzen.

– Um die natürlichen Bodenschichten zu erhalten, sollte nach Möglichkeit auf das Umgraben verzichtet werden.
– Bodenorganismen haben ganz unterschiedliche Ansprüche an Luft, Licht und Wärme
– und besiedeln daher unterschiedliche Bodenschichten. Diese durch Umgraben
durcheinander zu wirbeln, ist nicht wirklich sinnvoll.

P.S.: Schnecken legen am liebsten ihre Eier in den Bodenritzen die beim Umgraben
entstehen!

Grünkohl

Hallo Gartenfreunde !

Wir alle wissen, dass Grünkohl ziemlich viel Kälte ertragen kann, aber Dauerfröste sollte man ihm nicht über längere Zeit zumuten. Erst recht nicht wenn kein Schnee liegt. Wer nicht komplett ernten will, sollte ihn mit Vlies oder Fichtenreisig abdecken.

Grünkohl kann Man entweder komplett oder blätterweise nach Bedarf ernten.

Wenn man das Herz stehen lässt, treibt der Grünkohl bei milder Witterung wieder mit frischem Grün aus.

Dahlien

Hallo Gartenfreunde !

Wer noch keine Dahlien hat, sollte es sich mal überlegen, sie als wunderschöne spätsommerlich blühende Beetpflanze zu setzen. Sie blühen in verschiedenen Formen und Farben bis zum ersten Frost. Und sind auch noch dankbare Schnittblumen.

Für die die Dahlien bereits haben ein paar Tipps:
–  Sobald der erste Frost im Herbst kommt, hängen die Blätter der Dahlien und welken. Jetzt ist es Zeit die Stängel abzuschneiden und Blütenform und -farbe zu markieren, da die Knollen alle gleich aussehen.
–  Die Knollen kann man jetzt noch 1 bis 2 Wochen in der Erde lassen. Dann ausgraben und die Erde an den Knollen austrocknen lassen.
-Vor dem Einwintern müssen die Knollen nach Faulstellen und Wunden kontrolliert werden.
–  Wunden mit Holzkohle betupfen, Faulstellen wegschneiden.
– Dann in feuchter Holzwolle oder Zeitungspapier hüllen und frostfrei und dunkel lagern. Zwischendurch immer wieder kontrollieren.
–  Treiben sie hellgrün aus, ist es zu warm. Sind sie stark schrumpelig, ist es zu trocken. Die Knollen dann locker mit Plastikfolie abdecken.
–  Zu den Eisheiligen (Mitte bis Ende Mai) endet die Ruhepause, danach können die Knollen wieder eingepflanzt werden.

Johannisbeeren richtig Pflanzen

Hallo Gartenfreunde !

Die Pflanzung für wurzelnackt oder mit Ballen gelieferte Pflanzen beginnt im September und endet im Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Containerware kann rund um das Jahr gepflanzt werden.
Wichtig: Bei warmem und trockenem Wetter bis zum Einwachsen (ca. 3-4 Wochen lang), regelmäßig und gründlich wässern!
Beim Pflanzen alle Triebe um ein Drittel zurückschneiden; bei den wurzelnackten Sträuchern auch die Wurzeln.

Johannisbeeren

Um die Bildung von Neutrieben aus dem Wurzelstock zu fördern, pflanzt man die Sträucher etwa 10 cm tiefer ein als sie in der Baumschule gestanden haben.

 

Jostabeeren

Die Kreuzung aus Stachelbeere und Johannisbeere wächst sehr stark. Damit die Sträucher nicht zu viele Bodentriebe bilden, pflanzt man den Wurzelballen ebenerdig ein.

Obstbaumpflanzung

Hallo Gartenfreunde !

Der Herbst ist die beste Zeit um Obstbäume zu pflanzen. Wer dies vor hat, sollte einiges beim Kauf beachten.

Als Beispiel gehe ich hier vom Apfel aus.

Die Veredlung:
Das ist die verdickte Stelle im unteren Stammbereich. Dort sind Unterlage und Stamm zusammengewachsen. Sie sollte gut verwachsen und unverletzt sein.
Wenn man weiß welche Sorte Apfel man haben möchte, ist es sehr wichtig zu wissen, auf welcher Unterlage sie veredelt wurde.
Im Kleingarten kommen nur kleinwüchsige Sorten auf schwachwüchsigen Unterlagen in Frage (M27, M26 und M9). Sie werden nur ca. 3m hoch und tragen schon nach 2 Jahren Früchte.

Die Triebe:
Die Bäumchen sollten möglichst 3-5 waagerecht abzweigende, nicht zu dicke Triebe haben. Die Spitze bildet bei kleinen Bäumen der Mitteltrieb, das ist die Stammverlängerung. Sie sollte grade wachsen und die Seitentriebe deutlich überragen.

Die Wurzeln:
Bäume die gut anwachsen, haben kräftige, helle, gut verzweigte und unverletzte Wurzeln. Während der Pflanzzeit im Herbat, gibt es auch wurzelnackte Pflanzen zu  kaufen. Geknickte und beschädigte Teile schneidet man ab. Alle Hauptwurzeln kürzt man vor der Pflanzung ein. Bäumchen im Topf sind das ganze Jahr über erhältlich. Wenn sich allerdings viele braune Wurzeln um den Ballen ringen (Drehwuchs), sollte man die Finger davon lassen. Diese Bäumchen werden nie richtig einwurzeln.

Gemüse richtig lagern

Hallo Gartenfreunde !
Es gibt eine Menge Möglichkeiten Gemüse preisgünstig und richtig zu lagern:
Wurzelgemüse lagern gut in einem Mäusesicheren Gefäß, z.B. Holzkisten, Zinkwannen, mit Folie ausgekleidete Obststiegen, alte Waschmaschinentrommel oder Mörtelkübel etc.

– Den Boden des Gefäßes ca. daumendick mit Sand, Kies oder Blähton aufschichten, damit das untere Gemüse nicht durchnässt wird.

– Danach Wurzeln und Knollen Lage für Lage abwechselnd mit feuchtem Sand aufschichten. Bei Minusgraden eventuell mit Noppenfolie oder ähnliches schützen.

Chinakohl, Zuckerhut und Blumenkohl halten lange, wenn sie mit Wurzeln dicht an dicht in einer Wanne oder Kiste, kühl und hell gelagert werden.

Kartoffeln, Kohlköpfe und Zwiebeln lagert man am besten in Kunststoff- oder Holzkisten mit gitterartigen Wänden (Luftdurchlässig).

Geeignete Lagerplätze:


– Frühbeete und ungeheizte Gewächshäuser. Gefäße dann oben und an den Seiten mit Stroh einpacken. 
- Unter Balkon oder Dachvorsprung.
- Lichtschächte von Fensterkellern.
- Alte Kühlschränke.

Zu beachten:


– Nicht nach Dauerregen einlagern (Fäulnisgefahr).
- Nur gesundes, unverletztes und ungewaschenes Gemüse lagern.
- Die Blätter von Knollen und Wurzeln abdrehen.
- Nicht luftdicht lagern; immer ein Belüftungsspalt offen lassen.
- Wöchentlich kontrollieren (Mäuse, Asseln, Schnecken, Fäulnis etc.).

Das ideale Lager

Temperatur0-2°C2-5°C5-10°C0-C
Lichtdunkelhelldunkelhell oder dunkel
GemüseartWurzelgemüseKohlgemüse, Fenchel, Lauch, Zwiebeln, WintersalateKartoffelnKürbis, Knoblauch
Lagerart und Lagerortin feuchtem Sand , kleine Mengen in geschlitzten Folienbeutel aufbewahrenohne Wurzeln in Zeitungspapier eingewickeltIn luftigen Kisten schichten, wenn der Raum hell ist, mit schwarzem Unkrautflies einwickelnIn Regalen im Keller oder unbeheizten Fluren aufbewahren

Gründüngung

Hallo Gartenfreunde !

Nach und nach bleiben jetzt vor dem Herbstanbau ein paar Felder frei.
Wie wäre es mit einer Gründüngung ?

Vorteile:

  • Lockert und reichert den Boden mit Humus und Nährstoffen an.
  • Verbessert die Wasserspeicherung und Krümelstruktur im Boden.
  • Beschattet den Boden und unterdrückt Unkrautwachstum.
  • Bekämpft einige hartnäckige Bodenkrankheiten und Schädlinge.

Um den Humusgehalt des Bodens zu verbessern:

  • Die Gründünger-Pflanzen nur 15 cm hoch werden lassen und komplett flach untergraben.
  • Je nach Jahreszeit kann man dann nach ca. 1-2 Wochen Nutzpflanzen aussäen oder pflanzen.
  • Wer sich an den Blüten erfreuen möchte, lässt den Gründünger länger stehen und mäht ihn erst nach der Blüte (ca. 10 cm vom Boden) und wendet die Stoppeln mitsamt den Wurzeln um.
  • Das Mähgut dient als Mulch, entweder auf demselben oder auf einem anderen Beet.
    – Nach 2-3 Wochen sind die meisten Pflanzenteile verrottet. Die Reste ausrechen.

Zu beachten: 

  • Gemüse und Gründüngungspflanzen die zur selben Pflanzenfamilie gehören sind anfällig für dieselben Krankheiten und Schädlinge.
  • Im Gemüsegarten sollte man deshalb besser auf den vielgerühmten Senf verzichten.
    – Schmetterlingsblütler wie Klee und Wicken sind nur dort geeignet, wo vorher und nachher keine Erbsen und Bohnen wachsen.
  • Ringelblumen und Sonnenblumen vertragen sich nicht gut mit Salaten.
  • Phazelia und Buchweizen sind mit keinem Gemüse verwandt und passen auf jedes Beet

Winterharte Gründünger-Pflanzen

PflanzenartFamilieAussaatzeitBemerkung
Rotklee, WeißkleeSchmetterlingsblütlerMärz bis SeptemberStickstoffsammler
SpinatGänsefußgewächsEnde Februar bis April; August bis SeptemberEssbar, harmoniert mit vielen Gemüsearten
FeldsalatBaldriangewächsMitte August bis SeptemberEssbar, passt zu jeder Gemüseart

Nicht winterharte Gründünger-Pflanzen

PflanzenartFamilieAussaatzeitBemerkung
Phazelia (Bienenfreund)WasserblattgewächsAnfang April bis SeptemberSchöne Blüten, Bienenfutterpflanze, passt zu jeder Gemüseart, Stichstoffdünger
TagetesKorbblütlerAnfang Mai bis SeptemberSchöne Blüten, gegen Ählchen und Nematoden
RingelblumeKorbblütlerAnfang April bis SeptemberSchöne essbare Blüten, leichte Abwehr von Ählchen
SenfKohlgewächsAnfang März bis SeptemberWächst schnell nicht für Kohlbeete geeignet

Der Sommerschnitt

Liebe Gartenfreunde!

Die Kombination aus Sommerschnitt und Reißen läßt sich beinahezu jeder Obstart anwenden.

Vorteile des Sommerschnitts und Reißens:
– Das vegetative Wachstum wird reduziert
– Es entsteht mehr Fruchtholz
– Die Wundheilung verläuft schneller
– Die Früchte werden besser belichtet
– Wasserschosser lassen sich wirkungsvoller reduzieren
– Die Früchte neigen weniger zu Stippigkeit und Fleischbräune

Der Sommerschnitt erfolgt meistens direkt nach der Ernte. Dabei werden entfernt:
– alle überzähligen Triebe, die man nicht für den Kronenaufbau oder als Ertragsbasis
für das nächste Jahr braucht
– Triebe die in das Kroneninnere ragen
– Wasserschosser und alle Konkurrenztriebe für Leitäste und Mitteltrieb

Das Reißen sollte den Sommerschnitt ergänzen. Ist aber nur möglich solange die Triebe nicht verholzt sind.
Beim Reißen wird der Astring mit dem Trieb ausgerissen. Ein Austrieb der schlafenden Knospen wird dadurch verhindert. Die Wundheilung verläuft trotz größerer Wunde viel schneller als im Winter (nur ca. 1-2 Wochen).

ObstsorteReißenSommerschnitt
Apfel/BirneJuni/JuliAugust, ca. 4-6-Wochen vor der Ernte
Kirsche/PflaumeJuni/Julinach der Ernte
PfirsichJuni/Julinach der Ernte
Beerenobstnach der Ernte