Chronik

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Stadtverbandes der Kleingärtnervereine e.V. Neuss

Die Vereine Erholung, Nordkanal und Römerlager mit zusammen 125 Mitgliedern gründeten am 10. Juni 1928 den Stadtverband der Kleingartenvereine e.V. Neuss. Der damalige Vorstand setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Vorsitzender Melchior Klug

Stellvertreter Matthias Hahn

Kassierer Matthias Stammen

Schriftführer Fritz Riehl

Beisitzer Franz Zaum

Beisitzer Johann Rommerskirchen

Am 28.02.1931 wurde die erste Sitzung beschlossen. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 17. Juni 1932.

Die Kleingartenbewegung erlebte in den folgenden Jahren eine Blütezeit. Die Anzahl der Vereine veränderte sich von Jahr zu Jahr:

1925 - 1928

3 Vereine mit

125 Mitgliedern

1932

13 Vereine mit

793 Mitgliedern

1947

17 Vereine mit

936 Mitgliedern

1950

18 Vereine mit

1080 Mitgliedern

1960

21 Vereine mit

1196 Mitgliedern

1970

25 Vereine mit

1263 Mitgliedern

1980

27 Vereine mit

1519 Mitgliedern

1988

29 Vereine mit

1584 Mitgliedern

2003

28 Vereine mit

1554 Mitgliedern




Nach dem zweiten Weltkrieg kam die Betreuung von 851 Neusser Bürgern, die infolge schlechter Zeiten Grabeland bewirtschafteten, hinzu. Später dann lösten sich diese Gruppen wieder auf. Der Reichsverband der Kleingärtner wurde 1933 jetzt mit neu hinzugekommenen Organisationen zum Reichsbund und dem Reichsnährstand angegliedert. Hauptziel der Kleingärtner sollte sein, die Ernährungslage mit zu sichern. Der Stadtverbandsvorstand wurde abgesetzt und der Stadtverband zusammen mit dem Kreis Grevenbroich in Kreisgruppe Neuss-Grevenbroich umbenannt.

Nach dem Kriege vollzog sich die Reorganisation schnell. Schon im Mai 1945 trat ein vorläufiger Vorstand zusammen. Aber erst 1946 konnte der Vorsitzende des Vereins Römerlager Stefan Dettenwanger als Vorsitzender, Hermann Lovenfosse als Schriftführer und Hans Büttgenbach als Hauptfachberater des Stadtverbandes gewählt werden. Ihre erste Aufgabe war die Neuorganisation des Verbandslebens und die Erfassung der Vereine. Ihre wichtigste Aufgabe war die Neuregelung der Pachtverhältnisse, die bis 1939 unmittelbar zwischen den Vereinen und der Stadt abgeschlossen wurden. 1948 wurde mit der Stadt und dem Stadtverband ein Generalpachtvertrag für alle Kleingartenanlagen abgeschlossen. Das war die Grundlage für die Arbeit des Verbandes.

Die wichtigste Aufgabe des Verbandes in dieser Zeit war die Einrichtung von Daueranlagen. So konnten in Zusammenarbeit mit der Stadt Neuss die meisten Anlagen zu Daueranlagen erklärt werden.

Hierzu gehörten die Anlagen Pfefferhött (heute: Am Stadtgarten), Grenzland, Neuland, Nordstadt (heute: Nordstadt und Vogelsang), An der Burbahn, Altstadt und Novesia.

Seit 1931 besteht die Fachberatung. Über Jahrzehnte wurde die Schulungen durch Obergartenmeister Büttgenbach und ab 1969 durch Gartenmeister Gremmer durchgeführt. Schulungen finden auch in den Kleingärten vor Ort statt. Gezeigt wird wie Bäume, Sträucher und Staudengewächse behandelt und geschnitten werden. Seit 1977 werden diese Schulungen, die für jeden interessierten Bürger offen sind, in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule angeboten. Seit 1988 ist dafür unser Hauptfachberater Herbert Cwielwong verantwortlich, der 2008 nach 20jähriger Tätigkeit ehrenvoll verabschiedet wurde. Im Jahr 2009 wurde Wolfgang Hönings in das Amt des Hauptfachberaters gewählt und wird in seinen Aufgaben von Günter Ridders und Markus Platz unterstützt.

Der Stadtverband der Neusser Kleingartenvereine hat viele besondere Höhepunkte erlebt. An 7 Wettbewerben des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau hatte sich die Stadt Neuss beteiligt. Unter erheblichem Aufwand hat die Stadt die gemeldeten Anlagen zu beispielhaften Kleingartenanlagen in Verbindung mit dem Öffentlichen Grün errichtet. Hinzu kam die große Bereitschaft der Kleingärtner, ihre Anlagen in einen mustergültigen Zustand zu versetzen und zu erhalten. Der Erflog blieb nicht aus.

1965 erhielt der KGV Grenzland, Weissenberg, Nordstadt eine

Goldmedaille

1969 erhielt der KGV Neuland, Vogelsang eine Silbermedaille

1976 erhielt der KGV Hohle Hötteine Goldmedaille

1978 erhielt der KGV Zur Gilbach eine Silbermedaille

1981 erhielt der KGV Novesia eine Goldmedaille

1984 erhielt der KGV Altstadt, An der Burbahn eine Goldmedaille

1984 erhielt der KGV Waldesruh eine Bronzemedaille

1987 erhielt der KGV Zur alten Ziegelei eine Bronzemedaille

1990 erhielt der KGV Norfe 1914 eine Silbermedaille

1953 wurde der Stadtverband 25 Jahre alt. Der Festakt fand im Zeughaus statt. Die Vereine Deutsche Scholle, Römerlager und Im Zöör erhielten von der Stadt Diplome und Ehrenplaketten. Eine Ausstellung der Vereine wurde gezeigt und von 5000 Bürgern besucht.

1966 wurde der Stadtverbandsvorsitzende Hermann Lovefossen für 25 Jahre Vorstandsarbeit im Stadtverband geehrt. Ihm wurde vom Landesverband Rheinland die große, goldene Ehrennadel und von der Stadt Neuss durch Oberbürgermeister Herbert Karrenberg das große Stadtsiegel verliehen.

1968 wurde der Stadtverband 40 Jahre.

1970 wurde Hermann Lovenfosse als Vorsitzender des Verbandes verabschiedet. Er war von 1959 bis 1970 Vorsitzender, danach Ehrenvorsitzender.

1978 beging der Stadtverband der Kleingärtnervereine e.V. sein 50-jähriges Jubiläum.

1988 aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums fand unter anderem eine Ausstellung aller Vereine in der Stadtsparkasse Neuss statt.

Das am 01. April 1983 in Kraft getretene Bundskleingartengesetz fasste das bis dahin sehr unübersichtliche Kleingartenrecht zusammen. Es berücksichtigt die Entwicklung, die das Kleingartenwesen seit 1919 genommen hat und passt es dem geltenden, unter der Herrschaft des Grundgesetzes stehenden Rechts an. Zur Gesetzesinitiative ist die Bundesregierung insbesondere durch den Beschluss des Bundesverfassungsgericht vom 12. Juni 1979 gedrängt worden. Kernpunkte des Gesetzes sind: "Pachtvertragsrecht", die "Bestimmung des Pachtzinses" und des "Kündigungsrechts" einschließlich einer "Entschädigungsregelung".

Überlebenschancen werden vom Gesetz nur den "Dauerkleingärten" zuerkannt.

Durch stets gute Zusammenarbeit zwischen Rat, Verwaltung und dem Stadtverband waren viele Dinge vor Inkrafttreten des Bundeskleingartengesetzes im Generalpachtvertrag geregelt. Alle Kleingartenanlagen, die dem Stadtverband Neuss angeschlossen sind, wurden alsDauerkleingärten ausgewiesen, auch die, die nicht städtisches Eigentum sind z.B. Deutsch Bundesbahn.

Ein besondere Dank gilt Rat und Verwaltung, die schon früh erkannt hatten, welche Bedeutung und Nutzen das Kleingartenwesen innerhalb der Stadtlandschaft hat. Beide Gremien ware immer bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Kleingartenanlagen zu fördern und zu erhalten, sollte deshalb die vernehmlichste Aufgabe aller Verantwortlichen sein.

Haben sich auch in den letzten Jahren die Hauptziele des Kleingartenwesens vom Selbstversorger mehr zur aktiven Freizeitgestaltung hin verlagert, sollte vor allen Dingen auf den Wert des Kleingartens für den alteren Menschen zur Gestaltung seines Lebensabends hingewiesen werden.

Durch das erhöhte Umweltbewusstsein, beginnend ab den achtziger Jahren, mussten die Kleingärtner umdenken und sich auf eine umweltfreundliche Entsorgung umstellen. Auch hier wurden weitgehend zufriedenstellende Lösungen in Abstimmung mit der Verwaltung gefunden.

Bedingt durch die gesetzliche Regelung im Kleingartenwesen ist die Vereinsarbeit wesentlich komplizierter und aufwändiger geworden. Durch den Generationswechsel und durch die höhere Flexibilität im Beruf ist auch ein häufiger Wechsel im Kleingartenwesen in den letzten 10 Jahren festzustellen. Erfreulicherweise ist aber festzuhalten, dass nur in vereinzelten Fällen, in den Wintermonaten, nicht direkt ein neuer Pächter zur Stelle ist.

Seit vielen Jahren führt der Stadtverband alle 2 Jahre eine Prämierung der Anlagen durch. Hier werden alle 28 Kleingartenvereine in mehrere Gruppen unterteilt, damit eine Chancengleichheit gewährleistet ist. Die Sieger werden mit Pokalen und Urkunden geehrt. Diese Prämierung weckt immer wieder eine neue Motivation, zu den Besten zu gehören.

Vorsitzende des Stadtverbandes seit der Gründung am 10. Juni 1928

1928 - 1933

Melchior Klug, ab 1945 Ehrenvorsitzender

1933 - 1940

Hans Büttgenbach (Kreisgruppenleiter)

1940 -1945

Heinz Niessen (stellv. Kreisgruppenleiter)

1945 - 1948

Stefan Dettenwnager

1948 - 1959

Willi Pooschen, ab 1959 Ehrenvorsitzender

1959 - 1970

Hermann Lovenfosse, ab 1970 Ehrenvorsitzender

1970 - 1973

Eugen Meier

1973 - 1976

Hans Büttgenbach

1976 - 1979

Eugen Meier

1979 - 2013

Theo Edenhofner

seit 2013

Friedhelm Doll
 

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