Alle Beiträge von Sabine Forchhammer

Beipflanzung

Hallo Gartenfreunde !

Sicherlich habt ihr alle schon gehört, daß Beipflanzungen eine positive Wirkung auf unsere Pflanzen haben können. Außerdem können sie so manch eintöniges Beet verschönern und dienen auch zur Nützlingsförderung (Bienen, Hummeln etc.).
Da nicht jeder weiß welche Beipflanzung welche Pflanze unterstützen kann, hab` ich euch einige Beispiele aufgelistet.

Pflanze

Bei-/Unterpflanzung

Wirkung

Basilikum Tomaten, Gurken, Kohl Gegen Mehltau und Weiße Fliege
Bohnenkraut Bohnen Gegen Schwarze Bohnenlaus; Duftstoffe fördern Wachstum und Aroma der Bohne
Borretsch Insektenbestäubte Pflanzen, z.B. Gurken, Zucchini Lockt Insekten an
Dill Möhren, Rote Bete, Kohl Fördert Keimfähigkeit der Möhren; Duftstoffe halten Schädlinge ab
Kapuzinerkresse Junge Bäume Gegen Läuse; fördert die allgemeine Gesundung
Knoblauch Erdbeeren, Rosen Bakterizide und fungizide Wirkung
Lavendel Rose Gegen Ameisen und bedingt gegen Läuse
Ringelblume Kartoffeln, Kohl Gegen Nematoden und Drahtwürmer; erhöht den Ernteertrag; fördert die Bodengesundheit
Rosmarin Kohl, Möhren Gegen Kohlweißling und Möhrenfliege
Tagetes Tomaten, Kohl, Kartoffeln und Erdbeeren Gegen Nematoden, Vieren und Weiße Fliege
Zwiebeln/Schalotten Erdbeeren Und Möhren Gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben, bedingt gegen Möhrenfliege

Feuerwanzen

 

Erwachsene Feuerwanzen

Junge Feuerwanzen

Feuerwanzen

Hallo Gartenfreunde !

Jetzt sieht man sie wieder häufiger – diese rot-schwarz gefleckten Käfer.

Es handelt sich hier um Feuerwanzen: Diesen etwa 1 cm großen Tiere überwintern im Bodenstreu und lassen sich dann im Frühjahr, angelockt von der Sonne, an Stämme und Wurzelballen nieder.

Die Wanzen schädigen die Pflanze nicht, da sie nur die am Boden liegenden Samen der Gehölze oder andere bodennah lebende Insekten mit ihrem Mundstachel aussaugen.

Die Weibchen legen im zeitigen Frühjahr Eier in den Boden, aus denen bald die Larven schlüpfen, die sich durch ihre einheitlich rot gefärbten Hinterleiber von den Erwachsenen gut unterscheiden lassen.

Feuerwanzen sind keine Schädlinge !

Insektenhotel

Hallo Gartenfreunde !

Erfreulicherweise habe ich festgestellt, dass viele Gartenfreunde mittlerweile Insektenhotels aufgestellt oder -gehängt haben.

Aber wer nistet darin?
Am häufigsten zu beobachten ist die Mauerbiene.
Sie Brütet in sogenannte Liniennester die sie in Gängen von hohlen Pflanzenstängeln, Mauernischen oder sonstige Gänge mit geeignetem Durchmesser anlegt.
Das Weibchen benutzt zum Bau feuchte, lehmige Erde mit der sie in den Gängen Zellen abteilt.
In jeder Zelle wird auf ein Gemisch aus Pollen und Nektar ein Ei abgelegt.
Die erste und letzte Zelle bleibt leer.
Aus dem Ei entwickelt sich bis zum Sommer ein fertiges Insekt, das aber bis zum nächsten Frühjahr in der Zelle verbleibt.
Nur aus befruchteten Eiern werden Weibchen.
Meistens entwickeln sich in der 2. Zelle von außen die Männchen, die auch als erste schlüpfen.

Saatgut prüfen

 

Hallo Gartenfreunde !

Man muß nicht jedes Jahr neues Saatgut kaufen !

Mit einer Keimprobe lässt sich sehr schnell herausfinden, ob die alten Samen noch gut sind.

Streut dazu einfach 10-20 Samenkörnchen in eine Schale mit feuchtem Küchenpapier und deckt diese mit Frischhaltefolie ab.

Treibt der Großteil der Samen nicht aus, sollte neuer bestellt werden.

Keimt mehr als die Hälfte, ist alles in Ordnung. Sät dann aber etwas dichter aus.

Hier ein Überblick, über die Keimfähigkeit verschiedener Gemüse- und Kräutersamen:

1-2 Jahre

Pastinake

2-3 Jahre

Dill, Zwiebel, Lauch, Schnittlauch

2-4 Jahre

Petersilie, Schwarzwurzel

3-4 Jahre

Basilikum, Bohnenkraut, Fenchel, Möhre, Salatgurke, Sellerie

4-5 Jahre

Feldsalat, Mais, Paprika, Chili, Salat, Radieschen, Rettich, Spinat

5-8 Jahre

Endivie, Kohl, Radicchio

1-5 Jahre

Mairübe, Pak Choi, Kürbis

1-8 Jahre

Feuerbohnen

1-10 Jahre

Gartenbohnen

1-14 Jahre

Erbse

1-15 Jahre

Gurke, Mangold, Rote Bete, Dicke Bohnen (Saubohnen)

 

Gallen an Forsythien

Hallo Gartenfreunde !

Diese seltsamen Gebilde treten meist an zu dicht oder zu schattig stehenden Sträuchern auf.
Es handelt sich hier um eine durch Bakterien verursachte Wucherung.
Die Sträucher bilden bei stärkerem Befall weniger Blüten und Blätter aus.
Oft sterben auch die Zweige oberhalb der Gallen ab.

Befallene Zweige sollten abgeschnitten werden und in der Biotonne entsorgt werden.
Auf dem Kompost können die Bakterien überleben.

Regelmäßiges Auslichten des Strauches, damit die Zweige nicht so dicht wachsen, ist der beste Schutz.

Flechten

Hallo Gartenfreunde !

Viele Gärtner haben Angst, daß diese komischen Gebilde ihre Pflanzen schädigen.
Das stimmt nicht!

Flechten dringen nicht in das Gehölz ein, sondern nutzen ihn nur als Lebensraum.
Sie entziehen der Pflanze weder Nährstoffe oder Mineralien und haben auch keine negativen Auswirkungen auf Wachstum und Rindenbildung.

Da Flechten ihre Nährstoffe aus der Luft aufnehmen müssen, kann man davon ausgehen, dass an diesen Orten, wo Flechten sich wohl fühlen, die Luftqualität gut ist!

Wenn man das Herz stehen lässt, treibt der Grünkohl bei milder Witterung wieder mit frischem Grün aus.

Förderung des Bodenlebens

Hallo Gartenfreunde !

Der Boden ist einer der Organismen reichsten Lebensräume der gesamten Biosphäre. Eine ungefähre Vorstellung über die Anzahl der Bodenlebewesen zeigt die kleine Aufzählung:  1 Liter Ackerboden enthält durchschnittlich ca.:
50.000   Fadenwürmer
200   Springschwänzchen
150   Milben
14   Insekten/Insektenlarven
7   Tausendfüßler/Hundertfüßer
2   Regenwürmer
1 Fingerhut voll Boden enthält durchschnittlich ca.:
600.000  Bakterien
400.000  Pilze
100.000  Algen
1.000  Einzeller
Deshalb sollte der Boden sorgsam und schonend behandelt werden.
– Feuchten Boden möglichst nicht betreten oder sonst belasten.
– Zur Lockerung des Bodens sollte man eine Grabgabel, Sauzahn oder ähnliches
benutzen.

– Um die natürlichen Bodenschichten zu erhalten, sollte nach Möglichkeit auf das Umgraben verzichtet werden.
– Bodenorganismen haben ganz unterschiedliche Ansprüche an Luft, Licht und Wärme
– und besiedeln daher unterschiedliche Bodenschichten. Diese durch Umgraben
durcheinander zu wirbeln, ist nicht wirklich sinnvoll.

P.S.: Schnecken legen am liebsten ihre Eier in den Bodenritzen die beim Umgraben
entstehen!

Grünkohl

Hallo Gartenfreunde !

Wir alle wissen, dass Grünkohl ziemlich viel Kälte ertragen kann, aber Dauerfröste sollte man ihm nicht über längere Zeit zumuten. Erst recht nicht wenn kein Schnee liegt. Wer nicht komplett ernten will, sollte ihn mit Vlies oder Fichtenreisig abdecken.

Grünkohl kann Man entweder komplett oder blätterweise nach Bedarf ernten.

Wenn man das Herz stehen lässt, treibt der Grünkohl bei milder Witterung wieder mit frischem Grün aus.

Stauden schneiden

Hallo Gartenfreunde !

In Schneearmen Gebieten schneidet man Stauden im Herbst nicht zurück, sondern putzt erst im Frühjahr die Beete aus.
Man sollte vor allem Ziergräser, die ihr Laub als Wintermantel behalten, und Herbstblüher wie Fettehenne, Sonnenhut, oder Astern stehen lassen.
Dieser“ Wintermantel“ dient auch als Frostschutz. Sollte es doch mal schneien ergeben die schneebedeckten Staudenreste eine wunderschöne bizarre Schneelandschaft.
Viele dieser Pflanzen dienen Insekten, Spinnen und andere nützlichen Tieren im Winter als Unterschlupf; Ihre Samen holen sich Stieglitze, Meisen und andere Vögel gerne.