Alle Beiträge von Sabine Forchhammer

Dahlien

Hallo Gartenfreunde !

Wer noch keine Dahlien hat, sollte es sich mal überlegen, sie als wunderschöne spätsommerlich blühende Beetpflanze zu setzen. Sie blühen in verschiedenen Formen und Farben bis zum ersten Frost. Und sind auch noch dankbare Schnittblumen.

Für die die Dahlien bereits haben ein paar Tipps:
–  Sobald der erste Frost im Herbst kommt, hängen die Blätter der Dahlien und welken. Jetzt ist es Zeit die Stängel abzuschneiden und Blütenform und -farbe zu markieren, da die Knollen alle gleich aussehen.
–  Die Knollen kann man jetzt noch 1 bis 2 Wochen in der Erde lassen. Dann ausgraben und die Erde an den Knollen austrocknen lassen.
-Vor dem Einwintern müssen die Knollen nach Faulstellen und Wunden kontrolliert werden.
–  Wunden mit Holzkohle betupfen, Faulstellen wegschneiden.
– Dann in feuchter Holzwolle oder Zeitungspapier hüllen und frostfrei und dunkel lagern. Zwischendurch immer wieder kontrollieren.
–  Treiben sie hellgrün aus, ist es zu warm. Sind sie stark schrumpelig, ist es zu trocken. Die Knollen dann locker mit Plastikfolie abdecken.
–  Zu den Eisheiligen (Mitte bis Ende Mai) endet die Ruhepause, danach können die Knollen wieder eingepflanzt werden.

Johannisbeeren richtig Pflanzen

Hallo Gartenfreunde !

Die Pflanzung für wurzelnackt oder mit Ballen gelieferte Pflanzen beginnt im September und endet im Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Containerware kann rund um das Jahr gepflanzt werden.
Wichtig: Bei warmem und trockenem Wetter bis zum Einwachsen (ca. 3-4 Wochen lang), regelmäßig und gründlich wässern!
Beim Pflanzen alle Triebe um ein Drittel zurückschneiden; bei den wurzelnackten Sträuchern auch die Wurzeln.

Johannisbeeren

Um die Bildung von Neutrieben aus dem Wurzelstock zu fördern, pflanzt man die Sträucher etwa 10 cm tiefer ein als sie in der Baumschule gestanden haben.

 

Jostabeeren

Die Kreuzung aus Stachelbeere und Johannisbeere wächst sehr stark. Damit die Sträucher nicht zu viele Bodentriebe bilden, pflanzt man den Wurzelballen ebenerdig ein.

Vogelnistkästen

Denkt bitte daran Eure Vogelnistkästen jetzt im Herbst zu säubern!

Es ist wichtig, damit sich kein Ungeziefer wie Milben etc. sich einnisten und den brütenden Vögeln im nächsten  Jahr das Leben schwer machen.
Teilweise kann die ganze Brut so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sie nicht lebensfähig ist.

Obstbaumpflanzung

Hallo Gartenfreunde !

Der Herbst ist die beste Zeit um Obstbäume zu pflanzen. Wer dies vor hat, sollte einiges beim Kauf beachten.

Als Beispiel gehe ich hier vom Apfel aus.

Die Veredlung:
Das ist die verdickte Stelle im unteren Stammbereich. Dort sind Unterlage und Stamm zusammengewachsen. Sie sollte gut verwachsen und unverletzt sein.
Wenn man weiß welche Sorte Apfel man haben möchte, ist es sehr wichtig zu wissen, auf welcher Unterlage sie veredelt wurde.
Im Kleingarten kommen nur kleinwüchsige Sorten auf schwachwüchsigen Unterlagen in Frage (M27, M26 und M9). Sie werden nur ca. 3m hoch und tragen schon nach 2 Jahren Früchte.

Die Triebe:
Die Bäumchen sollten möglichst 3-5 waagerecht abzweigende, nicht zu dicke Triebe haben. Die Spitze bildet bei kleinen Bäumen der Mitteltrieb, das ist die Stammverlängerung. Sie sollte grade wachsen und die Seitentriebe deutlich überragen.

Die Wurzeln:
Bäume die gut anwachsen, haben kräftige, helle, gut verzweigte und unverletzte Wurzeln. Während der Pflanzzeit im Herbat, gibt es auch wurzelnackte Pflanzen zu  kaufen. Geknickte und beschädigte Teile schneidet man ab. Alle Hauptwurzeln kürzt man vor der Pflanzung ein. Bäumchen im Topf sind das ganze Jahr über erhältlich. Wenn sich allerdings viele braune Wurzeln um den Ballen ringen (Drehwuchs), sollte man die Finger davon lassen. Diese Bäumchen werden nie richtig einwurzeln.

Tomaten nachreifen lassen

Hallo Gartenfreunde !

Fallen die Temperaturen nachts unter 10° C werden die Tomaten auf dem Beet nicht mehr rot.
Die Früchte können aber im Haus nachreifen.
Die halbreifen Früchte brauchen kein Licht, um sich rot zu färben.
Bei einer Zimmertemperatur von ca. 18-20°C reifen sie je nach Größe innerhalb von 2-3-Wochen nach; große halbreife schneller, kleine grüne langsamer.
Man sollte die Tomaten regelmäßig kontrollieren und verfaulte entfernen, bevor sie ihre Nachbarn anstecken.

Leimringe

Hallo Gartenfreunde !

Ende September/Anfang Oktober ist die Zeit Leimringe, gegen die am Stamm hochkriechenden Weibchen des Frostspanners, anzubringen.
Sie sollten möglichst dicht anliegen; und bitte die Stützpfähle nicht vergessen!
Außer beim Pfirsich (den mögen sie nicht), gilt dies für alle Stein- und Kernobstsorten.

Leimringe erst Mitte bis Ende März entfernen.

Frostspanner

Hallo Gartenfreunde !

Von September bis Dezember sind die Frostspanner-Weibchen unterwegs.
Sie können nicht fliegen und krabbeln deshalb im Schutz der Dunkelheit die Stämme der Obstbäume hinauf, bis in die Krone der Bäume, um sich dort mit den Flugfähigen Männchen zu paaren.

Dies zu verhindern helfen Leimringe. Die Weibchen bleiben daran kleben.

Die klebrigen, möglichst breiten Bänder legt man um diese Jahreszeit (ab September) in ca. 1m Höhe um den Stamm von Obstbäumen (außer Pfirsich, den mögen sie nicht).

Sicherheitshalber auch an alle dicken Äste und ganz wichtig, die Stützpfähle nicht vergessen!

Der Leimring muss eng anliegen, damit die Falter-Weibchen nicht unten hindurch kriechen können.

Der Spezialleim trocknet nicht aus und wird auch nicht vom Regen abgewaschen.

Leimringe regelmäßig kontrollieren, den Blätter und Zweigstückchen die auch darauf kleben bleiben, können als Brücke für die Weibchen dienen.

Sellerieknollen mästen

Hallo Gartenfreunde !

Um Sellerie bei Wuchslaune zu halten, braucht er regelmäßig Dünger.
Gut eignet sich verdünnte Brennnesseljauche, die man alle 10-14 Tage dem Gießwasser zugibt.
Den hohen Kalibedarf der Pflanze kann man mit Beinwellmulch decken.
Obwohl der Sellerie anfangs recht gemächlich wächst und Sommerhitze toleriert, entwickelt er sich besser, wenn der Boden nicht austrocknet und er regelmäßig mit Wasser versorgt wird. Andernfalls bleiben die Knollen klein und werden zäh und faserig.
Ab August sollte man das Unkrauthacken einstellen; denn als Flachwurzler könnte man dadurch leicht die Wurzeln verletzen.

Apfelernte

Hallo Gartenfreunde !

Bald beginnt die Apfelernte !
Hier ein paar Tipps um die Lagerung und Haltbarkeit der Früchte zu verbessern und zu verlängern.

Erntezeit:
Wenn sich die Stiele gut vom Baum lösen.

Bei zu früher Ernte:
Neigung zur Schrumpeligkeit.
Schalenbräune und Stippe ( im Fruchtfleisch direkt unter der Schale; millimetergroße, bräunliche Stellen).
Fahler Geschmack und farblose Früchte.

Bei zu später Ernte:
Weniger transportfest.
Nicht lange haltbar.
Fäulniss und Fleischbräune.

Kühlung und Lagerung:
Nur einwandfreie Äpfel lagern.
Am besten lagert man Äpfel kühl ca. 4°- 8°C (noch besser 1°C; aber wer kann das schon…)
Äpfel sollten bei ca. 85% Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Deshalb ist die Lagerung in Styropor- oder Plastikkisten, die mit Plastiktüten abgedeckt werden, besser als in Stiegen.
In luftdichte Plastiktüten lagern geht auch.

So gelagert bleiben die Äpfel deutlich länger frisch.
Ich habe es letztes Jahr ausprobiert; es funktioniert.
Trotzdem sollte man die Äpfel ab und zu kontrollieren. Es gibt immer ein paar schlechte die man beim Sortieren übersehen hat.

Tomatensamen gewinnen

Hallo Gartenfreunde !

Saatgut nur von gesunden Pflanzen nehmen. Darauf achten, dass die Früchte keinen grünen Kragen um die Stielansätze haben und nicht aufgeplatzt sind.

So geht’s:

    • Tomaten halbieren und die Samen mit Fruchtfleisch in ein Glas löffeln.
    • Tomatensamen mit lauwarmen Wasser und 1-2 Prisen Zucker übergießen.
    • Glas luftdurchlässig abdecken und an einen warmen Ort stellen.
    • Die Gärung setzt dann schnell ein. Dabei löst sich die gallertartige Masse um die Kerne auf.
    • Nach 1-2 Tagen, je nach Wärme, stoppt die Gärung. Die Kerne sind auf den Boden gefallen und fühlen sich rau an.
    • Samen in ein Sieb abbrausen und auf ein Küchenpapier ausgebreitet abtrocknen lassen.
    • Völlig durchgetrocknet in einem Schraubglas dunkel aufbewahren.

Wer es eilig hat:

    • Man kann auch auf die Gärung verzichten. Die Gärung zerstört allerdings die
      keimhemmenden Stoffe aus der Gallertmasse.
    • Man spült die Kerne unter fließendem Wasser ab und streicht sie zum Trocknen auf
      Küchenpapier. Dann ab ins Glas.